Neben einer außergewöhnlich guten Farbwiedergabe sorgen die beiden DIGIC-III-Prozessoren für Reihenaufnahmen mit bis zu fünf Bildern pro Sekunde. Der Pufferspeicher ermöglicht bis zu 56 Large-JPEG-komprimierte Aufnahmen (12 bei RAW-Dateien) – das bietet derzeit keine andere Kamera mit dieser Auflösung. Die Fähigkeit, eine so große Datenmenge in einem Rutsch zu verarbeiten, könnte für viele Studiofotografen der entscheidende Faktor sein, jetzt auf die EOS-Plattform zu wechseln.
Die EOS-1Ds Mark III bedient sich der neuen Technologieplattform, wie sie schon in der EOS-1D Mark III zum Einsatz kam – inklusive der Belichtungsmessung über 63 Sektoren, Autofokus mit 19 Kreuzsensoren, 3,0-Zoll LC-Display mit Livebild-Funktion und EOS-Integrated-Cleaning-System. Die Tonwert-Priorität-Funktion erweitert die Detailzeichnung in den Lichtern.
Hohe Bildqualität
Die EOS-1Ds Mark III generiert Daten, deren Menge oberhalb der Qualitätsanforderungen führender Fotoagenturen und Bildarchive liegen. Die CMOS-Sensoren der dritten Generation haben ein anderes Pixeldesign, was zusammen mit den im Chip integrierten Rauschunterdrückungs Schaltkreisen für eine hohe Bildqualität sogar bei ISO 1600 sorgt. 14-Bit-A/D-Wandler sorgen für eine extrem feine Farbabstufung für präzise Farbreproduktion auf allerhöchstem Niveau. Bei Bedarf kann die Empfindlichkeit auf ISO 3200 erhöht werden – besonders hilfreich in Situationen, wo nicht geblitzt werden darf oder sollte.
Der Tonwert-Priorität-Modus bietet ab ISO 200 eine Möglichkeit zur Erweiterung des Dynamikbereiches in den Lichtern – ein interessantes Detail für Hochzeits- und Landschaftsfotografen: Die Aufnahmen überzeugen mit verbesserter Detailzeichnung, beispielsweise bei Hochzeitskleidern, Wolken und anderen hellen Objekten.
Präzision und Steuerung
Das Autofokus-System setzt 19 Kreuzsensoren zur Fokussierung ein, die über den gesamten Autofokus-Bereich für eine genauere Erfassung nicht mittiger Objekte verteilt sind. 26 zusätzliche Autofokus-Hilfsmesspunkte sorgen für noch mehr Präzision bei der automatischen Schärfenachführung.
Der Sucher ist noch lichtstärker und zeigt ein helleres, größeres Bild. Das Belichtungsmesssystem mit 63 Sektoren ermöglicht eine verbesserte Belichtungssteuerung.
Neuer LC-Monitor mit Livebild-Funktion
Die Livebild-Funktion vereinfacht das Fotografieren aus ungewöhnlichen Perspektiven und Standorten, zum Beispiel bei Makro-Aufnahmen in Bodennähe oder bei Aufnahmen mit Stativ. Livebild – das bedeutet: Das 3,0 Zoll LC-Display zeigt das Bild in Echtzeit, dazu werden bei Bedarf Gitternetzlinien zur Ausrichtung von Linien oder ein Live-Histogramm als Entscheidungshilfe für die Belichtung eingeblendet. Beim Einsatz im Studio empfiehlt sich die Remote-Livebild-Funktion zur Kontrolle der Bildkomposition, Änderung der Einstellungen und zur Aufnahmesteuerung über den PC beziehungsweise Mac.
Neue Bedienelemente, neues Menüsystem
Die neue Menüführung der 1Ds Mark III erspart dem Anwender per Registerkarten umständliches Scrollen – Handhabung und Übersichtlichkeit wurden verbessert. Gegenüber den Vorgängermodellen sind die persönlichen Einstellungen in 57 Custom-Funktionen zusammengefasst und in vier Kategorien unterteilt. Änderungen der Standardeinstellungen sind auf einen Blick erkennbar. Mit der neuen Option „Mein Menü" können häufig verwendete Einstellungen als separates Menü gespeichert und von hier schnell wieder aufgerufen werden. Die Einstellungen für Systemzubehör – zum Beispiel für das Blitzlicht Speedlite 580EX II und den Wireless File Transmitter WFT-E2 – können direkt vom LC-Display gesteuert werden.
Zuverlässigkeit
Die Lebensdauer der Verschlusseinheit wurde um 50 Prozent auf 300.000 Zyklen verlängert. Die Kamera hat ein Chassis aus Magnesiumlegierung und ist zuverlässig gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.
Staubreduzierung: Das EOS-Integrated-Cleaning-System
Die neue EOS ist mit dem EOS-Integrated-Cleaning-System ausgerüstet, das für die Minimierung von Staubpartikeln auf dem Bildsensor sorgt. Basierend auf eingehenden Untersuchungen der Ursachen für Staubpartikel in digitalen Spiegelreflexkameras kommen bei Canon zur Lösung dieses Problems drei Verfahren zum Einsatz: Minimierung, Abstoßung und Entfernung.
Minimierung: Das Material der internen Kameramechanik wurde so gewählt, dass das Entstehen von Staub durch natürlichen Abrieb auf ein Minimum reduziert wird. Der Gehäusedeckel wurde völlig neu gestaltet, so dass nun kein Staub mehr durch einen eventuellen Abrieb vom Deckel selbst entsteht.
Abstoßung: Bei dem Tiefpassfilter auf der Vorderseite des Sensors sorgen Antistatiktechnologien dafür, dass kein Staub angezogen wird.
Entfernung: Eine Self-Cleaning-Sensor-Unit verwendet hochfrequente Schwingungen, um nach jedem Einschalten der Kamera etwa eine Sekunde lang Staub von dem IR-Sperrfilter „abzuschütteln". Um auch sofortige Aufnahmen unmittelbar nach dem Einschalten zu ermöglichen, deaktiviert sich diese Funktion automatisch, sobald der Auslöser gedrückt wird.
Als Ergänzung der oben beschriebenen Funktionalität hat Canon außerdem ein internes, softwareseitiges Dust-Delete-Data-System (Datensystem zur Entfernung von Staub) entwickelt, das in der Lage ist, die Position jedes sichtbaren Staubteilchens auf dem Sensor zu erfassen. Diese Staubteilchen können dann mithilfe der Digital-Photo-Professional-Software (DPP) nach der Aufnahme automatisch entfernt werden.
Anschlussmöglichkeiten
Als Schnittstellen stehen ein Videoausgang (NTSC/PAL) und eine schnelle USB-2.0-Schnittstelle zur Verfügung. Die Livebild-Funktion dient per Videoausgang als ideale Kontrollmöglichkeit. Das USB-Kabel ist durch einen Sicherheitsmechanismus gegen versehentliches Abziehen während der Aufnahme geschützt.