
Hands On: Fujifilm X-T50 & Fujifilm GFX 100S II
Ein spannender Tag steht uns bevor, heute wurde von Fujifilm eine große Produktvielfalt vorgestellt! Mit insgesamt vier neuen Produkten, von denen wir 3 Stück vorher bereits einmal testen konnten. Mehr dazu erfährst du nachfolgend in unserem Blogartikel.

Die neue Fujifilm X-T50
Endlich hat das Warten auf einen Nachfolger der Fujifilm X-T30 II ein Ende gefunden, die Nachfolge ist gesichert, mit der X-T50! Die kleine Schwester der X-T5 kommt mit wenigen technischen Abstrichen daher und bietet daher auch den bekannten 40 Megapixel BSI Sensor welcher auch den leistungsstarken X-Prozessor 5 verbaut hat und somit die sehr gute Auftofokusleistung die wir von der X-T5 und Co bereits kennen bietet. So kommt die Deep-Learning-Technologie auch hier zum Tragen und ermöglicht das präzise und zuverlässige Arbeiten der Erkennung von Objekten.
Die Kamera richtet sich an ambitionierte Hobbyfotografen, die eventuell nicht alle Funktionen benötigen, sich aber durchaus über den kleineren Formfaktor freuen.
Etwas mehr zum Sensor & Bildprozessor
Wenn du dich noch nicht mit der X-T5 und X100VI vertraut bist, dann sind die folgenden Infos für dich noch einmal besonders spannend. Durch den neuen verbauten Sensor hat die Kamera jetzt 40 Megapixel, mit einem IBIS und an der X-T50 ist eine Belichtungszeit von 1/4000s möglich. Der Bildprozessor ermöglicht die Simulation verschiedenster Filmsimulationen, welche auch die neue Simulation Reala Ace, welche auf der GFX 100 II und der X100 VI eingeführt wurde.
Der neue Bildprozessor ist nicht nur leistungsstärker, sondern ist vor allem auch effizienter geworden, was bei dem Hinblick auf die Akkulaufzeit mit dem alten kleineren Akku der vorherigen Generationen bestückt geblieben ist. Dieser kleinere Akku hat aber eine durchaus akzeptable Laufzeit, wie wir in unserem kurzem Hands On testen konnten, ein zweiter Akku sollte aber durchaus eingeplant werden. Wir haben die Kamera in unserem Test auch einmal 50min in 6,2K aufzeichnen lassen, bevor der Akku keinen Strom mehr hatte und das ganze auch ohne Überhitzung. Kurz noch dazu erwähnt, der Lüfter der Fuji X-H2 ist nicht kompatibel.

Wahlrad für Filmsimulationen
Genial an dieser Kamera ist das neue Wahlrad, welches verschiedene Filmsimulationen zur Schnellauswahl bietet und dabei noch Platz für drei eigene Presets anbietet. Das neue Filmsimultionsrad hat das Modus-Wahlrad ersetzt, das gefällt uns richtig gut, denn die Filmsimulation ist zu einem Teil der Fujifilm-DNA geworden. Gleichzeitig limitiert es den Anwender etwas in der maximalen Anzahl an Presets, die man selbst noch in der Kamera hinterlegt, da man hier durch die drei "C"-Felder limitiert ist.
Video mit der Fujifilm X-T50
Hier hat Fujifilm keine Abstriche getätigt und bietet bis zu 6,2K! Aber auch 4K bei 60fps mit 4:2:2 und bis zu 10 Bit Farbsampling sind hier in dem kleineren Gehäuse möglich. Da die X-T50 nur einen SD Kartenslot bietet, hat sie tatsächlich eine SSD unterstützung für die größeren Datenmengen erhalten, wir hoffen darauf, dass diese Funktion auch in die anderen Modelle Einzug hält über ein kommendes Firmwareupdate.
Fujifilm X-T50
- 40 Megapixel
- IBIS mit Stabilisierung bis zu 7 Stufen
- Bis zu 6,2K Videoauflösung
- Neues Filmsimulationsrad
- Aufnahme auf externe SSD möglich

Das neue XF 16-50mm f/2.8-4.8 R LM WR
Für die neue X-T50 soll es natürlich auch ein neues Kit-Objektiv geben, das XF 16-50mm, mit einer Blende von f2,8 bis f4,8. Mit diesem KIT-Objektiv ändert sich etwas der Brennweitenbereich und ist etwas weitwinkeliger geworden, aber auch etwas offenblendiger. Jetzt ist es so, dass die neue Optik auf den Bildstabilisator verzichtet hat, das wird von dem verbauten IBIS aufgefangen und spart Gewicht, satte 70g und ermöglicht so einen Innenzoom. Für Einsteiger hat Fuji jetzt also wieder ein super Objektiv entwickelt, das auch auf die neuen Anforderungen in Sachen Auflösung angepasst wurde. Und das ist jetzt sogar wettergeschützt!

Fujifilm GFX 100 S II
- 102 Megapixel
- Mittelformatsensor
- kleinere Fujifilm GFX 100 II
- 400 Megapixel Pixel Shift
- 8 Stufen IBIS
Das kleine Mittelformat: Fujifilm GFX 100S II
Nachdem wir nun das APS-C Neuheiten Segment vorgestellt haben, gehen wir eine Fujifilm Sensorgröße größer: Mittelformat!
Die neue GFX 100S II ist die günstigere, kompaktere Version der GFX 100 II, somit kennt man im Prinzip das Innenleben und seine Funktionen soweit. Hier geht es zu unserem Test der Fujifilm GFX 100 II:
Für die Kompaktheit sorgt hier das Gehäuse des Vorgängers, der GFX 100S mit der neuen Oberflächenstruktur auf dem Griffgummi. Kommen wir aber auf die weiteren Unterschiede der GFX 100S II zur GFX 100 II, welche nicht wirklich viele sind, aber dennoch den Preis deutlich unter den der 100 II. So macht die kleinere Schwester in der Serie lediglich 7 statt 8 Bilder pro Sekunde, dass ist wohl eher vertretbar! ;) Eingeschränkt ist die Kamera aber vor allem im Bereich der Videofunktionen, die Kamera schafft hier lediglich 4K30p, aber vielleicht ist die Kamera auch einfach besser für die Fotografen geeignet.
Der starke Ibis und das gute Autofokussystem haben hier auch Einzug gehalten, der IBIS stabilisiert bis zu 8 Blendenstufen und bietet auch die Pixel Shift 400 Megapixel Aufnahmen.
Durch den wesentlich günstigeren Preis ist die Kamera natürlich noch näher am Vollformat und wirft die Frage in den Raum: Lohnt sich jetzt der Einstieg in Mittelformat? Vielleicht ein persönliches Wort, hier von Markus, der Kamera auch mit getestet hat und von dem hier nachfolgend ein paar Fotos folgen:
"Die Fujifilm GFX 100S II hat mir bei meinem Shooting in einer Arcade-Halle, also unter einer Lowlight Situation sehr viel Spaß gemacht, bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen eine Mittelformatkamera in die Hand zunehmen und damit ein Shooting durchzuführen. Es ist krass zu sehen, dass man hier die ISO gefühlt um die Hälfte niedriger einstellen kann, als es der Fall ist im Vollformat, wie bei meiner Lumix S5IIX. Doch was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, ist das hochauflösende Klappdisplay und die feinen Farbnuancen welche gerade in der Peoplefotografie einen sehr angenehmen Farbübergang der Haut ermöglichen. Ungewohnt war natürlich auch das Format, denn wir haben hier einen 4:3 Sensor, wie in einer MFT Kamera, nur in wesentlich größer und in allen Punkten weniger Nachteilen."

Tierfotografen aufgepasst das GF 500 f/5.6 R LM OIS WR
Hier können wir nur die Linse einmal vorstellen anhand der Informationen, die uns vorliegen, denn in der Hand hatten wir dieses Objektiv leider noch nicht. Zur neuen GFX folgt wie bei der X-T50 auch ein neues Objektiv, das sich mit 500mm und einer Blende von f5,6 sehen lässt, was dem Vollformat in einer Brennweite von 400mm entspricht. Mit 1350 Gramm ist es nicht super schwer, sondern eher auf der leichteren Seite angesiedelt, was viele Fotografen sicherlich freuen wird. Ebenfalls kompatibel ist es mit dem 1,4x Teleconverter und bringt das Objektiv auf 550mm. Wir denken, dass diese Brennweite mit einem Mittelformatsensor ein spannendes Bildergebnis für Sport und Wildlifefotografen erzielt.
Fazit:
Mit vier Neuheiten starten wir in den Tag bei Fujifilm und finden gerade die zwei neuen Kameras durchaus interessant. Wir denken, es ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit bis wir uns Fragen müssen, ob uns Vollformat genügt und wir vielleicht doch in das Mittelformat umsteigen wollen. Fujifilm macht hier in letzter Zeit alles richtig und hat auch den Trend zu weniger Bildbearbeitung erkannt und setzt hier auf ein hauseigenes Steckenpferd: Die Filmsimulation!