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Review Leica SL3
Lesezeit: 10 Minuten - 07. März 2024 - von Christina Thomas

Hands On: Leica SL3

Die SL3 ist da - und damit ein neues Vollformat-Flaggschiff aus dem Hause Leica! Inwieweit diese Kamera unsere Erwartungen an eine echte Profikamaer erfüllt hat, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag mit Video.

Design made in Wetzlar

Wenn wir über eine neue Leica sprechen, müssen wir natürlich auch über das Design reden: Und das ist nicht nur schon bei der Verpackung bestens durchdacht, sondern auch insgesamt mittlerweile ikonisch. 

Schon seit über 100 Jahren entwickelt Leica Kameras, die nicht zuletzt für ihr zeitloses und elegantes Design bekannt sind.

Und auch bei ihrem neuesten Flaggschiffmodell, der SL3, ist Leicas Gestaltungsprinzip "Design follows function" definitiv deutlich zu erkennen. Denn die Kamera ist nicht nur schön, sondern auch extrem hochwertig verarbeitet - und natürlich auch nach IP54 Standard wettergeschützt.


Im Vergleich zum Vorgängermodell, der SL2,  ist der Body ist noch einmal kleiner und vor allem deutlich leichter geworden und liegt echt gut und solide in der Hand.
Und auch bei den Knöpfen und Einstellrädern ist Leica zwar bei den gewohnten und bewusst reduziert gehaltenen Bedienelementen geblieben, aber hat auch Einiges optimiert: So sind z. B. gleich zwei (ein großes und darüber ein kleineres) mit den verschiedenen Belichtungseinstellungen belegbare Einstellräder auf der linken Seite dazugekommen. 

Neu ist auch das Design des On/Off-Buttons: Statt Kippschalter gibt es jetzt einen dezent  in verschiedenen Farben leuchtenden Button, der kurz gedrückt die Kamera in eine Art Standby-Modus bringt.
Die drei Menü-Knöpfe sind jetzt von der linken auf die rechte Seite des Displays gewandert, was die Bedienung deutlich intuitiver macht. Und wo wir schonmal beim Display sind: Das ist jetzt nicht nur per Touch bedienbar, sondern endlich auch klappbar und so auch für ungewöhnliche Perspektiven deutlich besser geeignet! 

High End für Profis

In Sachen Ausstattung hat Leica bei der neuen SL3 unsere Wünsche erfüllt und den 60MP-Sensor mit bis zu 15 stops Dynamikumfang sowie den super schnellen Maestro IV Prozessor verbaut, den wir aus der Q3 kennen - und schon dort lieben gelernt haben. Auch in Sachen Akku setzt Leica bei der SL3 auf den leistungsstarken Akku der Q3. Falls ihr euch für die Q3 interessiert. solltet ihr unbedingt auch mal in unseren Testbericht mit Video zu dieser Kamera reinschauen.


Den alten Akku aus der SL2 könnt ihr hier zwar streng genommen auch verwenden, allerdings müsst ihr dann auch mit einigen, nicht ganz unwesentlichen Einschränkungen leben - zum Beispiel filmen in 4K ist hiermit nämlich leider nicht mehr drin.

Zusätzlich ist die Kamera mit allen Anschlüssen ausgestattet, die man von einer hochwertigen Profi-Kamera heute erwartet - erst recht, wenn sie aus dem Hause Leica stammt: Full-Size HDMI,  USB-C, 3.5mm Klinke und zwei Speicherkartenslots für SD- und jetzt ganz neu auch für CFexpress Typ B- Karten.

Leica SL3

  • 60,3 Megapixel
  • CMOS-Sensor
  • spiegellose Vollformat-System-Kamera
  • 5.76 Megapixel OLED-Viewfinder
  • ISO-Werten von 50 bis 100.000
  • HDMI 2.1 Type A (Full HD)
  • Video 8K (16:9)
  • Hybrid-AF durch Kombination von Kontrastmessung
  • 5-Achsen-Bildstabilisierung bis zu 5 Blendenstufen
  • Bluetooth 5.0 LE & WiFi
  • CFexpressType B & SD UHS II
  • Anschluss Leica L-Mount

Einfach zu bedienen

Das reduzierte Design setzt sich auch im Inneren der Kamera fort: Hier setzt Leica auf ein cleanes, harmonisches und modernes Screendesign. Was uns richtig gut gefällt ist das neue Menü, bei dem man eventuell erst einmal ne Weile braucht bis man sich dran gewöhnt hat, sich dann aber super leicht bedienen lässt und auch das Abspeichern einzelner Profile - sowohl im Foto- als auch im Videomodus - erlaubt.

Der besondere Look

Mit einer Leica gemachte Bilder haben einen ganz speziellen, weichen, aber auch reinen Look.


Wer den Look noch etwas weniger clean haben möchte, kann auch in der SL3 die 5 neuen, speziellen Leica Looks, die wir auch schon aus der Q3 kennen, nutzen. Die könnt ihr entweder nachträglich in der Leica Foto App hinzufügen oder aber von dort direkt in die Kamera importieren und dort anwenden.

Video

Deutlich verbessert hat sich die neue SL3 auch in Sachen Video: Der extrem leistungsstarke neue Prozessor macht jetzt 8K-Videos (ab 4K allerdings mit 1,2fachem Crop) und einige Profi-Codecs, wie h.265 und ProRes möglich. 

Dass die SL3 auch für den professionellen Video-Einsatz entwickelt wurde, merkt man auch an der Bedienung. Sowohl die Möglichkeit die Verschlusszeit als Winkel einzustellen (sprich per Shutterangle den Shutterspeed der Framerate anzupassen), als auch dass die Blende bei kompatiblen Objektiven in T-Stops angegeben wird und nicht wie üblich in F-Stops.
Aber auch detaillierte Einstellungen zu Video-Kompression, Bitrate, Farbsampling, Timecode, Zebras und vielen weiteren Videofunktionen sind hier möglich. Die Videofunktionen können dabei in fünf verschiedenen Profilen abgespeichert und somit auch schnell abgerufen werden.


Durch das (im Vergleich zur SL2) 10x schnellere WI-FI lassen sich jetzt bis zu 40 MB/pro Sekunde übertragen. Damit kannst du jetzt z. B. nicht nur Firmware-Updates einfach, schnell und kabellos installieren, sondern auch deine Bilder in Rekordzeit an die Leica Fotos App senden und im Leica Look, den wir ja eben schon angesprochen haben, bearbeiten.

Jetzt noch besser: Der Autofokus

Und auch am Autofokus hat Leica im Vergleich zum Vorgänger ordentlich geschraubt und auch der SL3 den Hybrid-AF mit neuer Phasenerkennung spendiert, der auch ein alter Bekannter aus der Q3 ist. In Kombination mit der extrem zuverlässigen Motiverkennung mit Augen-, Kopf- und Körpererkennung von Menschen und natürlich auch Tieren verpasst ihr so definitiv kein Motiv mehr.

 

Super flexibel dank L-Mount

Richtig genial bei Leica ist natürlich, dass diese Marke Teil der L-Mount-Allianz ist. Wem das jetzt noch nichts sagt: Mit dem L-Mount haben sich einige Marken auf einen gemeinsamen Bajonett-Standard geeinigt. Mittlerweile sind 8 Marken, wie z. B. Panasonic, DJI und Sigma mit dabei und erlauben so die Kombination ihrer eigenen Kameras und Objektive mit denen der anderen. Und das ist natürlich ziemlich genial, wenn man bedenkt, dass es so vom Weitwinkel bis zum Supertele eine ganze Reihe an verschiedenen Objektiven gibt, die zu dieser Kamera passen und gleichzeitig auch an Bodys der anderen Marken verwendet werden können. Hier könnt ihr also aus dem Vollen schöpfen.

 

Fazit:

Ist die neue Leica SL3 im Vergleich zur SL2 ein Upgrade wert? Wir würden sagen: Ja! Schließlich hat sich vor allem von der technischen Seite aus betrachtet in den immerhin mittlerweile fast 5 Jahren nach Erscheinen der SL 2 Einiges getan: Sensor, Prozessor, Autofokus - alles auf dem neuesten Stand der Technik. Und das Design: Klassisch, schön und zeitlos minimalistisch wie eh und je - eine Leica ist eben schon auch Luxus.

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