Fotowalk mit Olympus - E-M1 Mark II header

Die OM-D E-M1 Mark II im Praxistest

Ich muss ganz ehrlich zugeben: Bisher hatte ich mit dem Olympus System nur ein zwei Mal gearbeitet und hatte immer eine Abneigung dagegen. Vor zwei Wochen habe ich mir die E-M1 Mark II dann doch geschnappt und auf einen Fotostreifzug mitgenommen. Die Ergebnisse davon, meine ersten Eindrücke und warum ich die Olympus nächstes Mal wieder mitnehme erfahrt ihr in diesem Artikel!

Die ersten Eindrücke:

Erstmal Akku laden! Dabei ist mir sofort aufgefallen, dass der Akku im Verhältnis zum Kameragehäuse sehr groß ist. Mal sehen, ob er auch so lange hält.

Die Olympus OM-D E-M1 Mk II liegt von der ersten Sekunde an sehr angenehm in der Hand. Durch den ausgeprägten Griff besteht genug Fläche, die Kamera sicher in der Hand zu halten. Ich persönlich verwende zusammen mit spiegellosen Systemkameras eine Handschlaufe aus Leder. Damit ist die Kamera gegen runterfallen und Diebstahl weitestgehend geschützt. Olympus setzt im MFT System auf Kompaktheit und Flexibilität, da ist es verkraftbar, dass der kleine Finger bei mir keinen Halt an der Kamera findet.

Wie ich am Anfang schon kurz angesprochen hatte, war Olympus für mich immer ein sehr fremdes System, dass ich persönlich noch nie in Erwägung gezogen habe. Allein der MFT Sensor und der Crop Faktor waren mir sehr suspekt. Wenn ich an meinen Start mit den Sony Alphas zurückdenke, dann kann ich sagen: Da war’s auch nicht besser! Egal wie gut das Menü einer Kamera ist und wie intuitiv sie sich bedienen lässt. Jedes Kamerasystem, mit dem man das erste Mal arbeitet, ist erstmal sehr ungewohnt und es braucht eine gewisse Zeit sich einzuarbeiten und die Stärken des Systems kennenzulernen.

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Über den Autor:

Jonas ist Video-Creator und bei Foto Koch für den Social-Media Bereich und die Videos verantwortlich.

Er fotografiert und filmt seit 5 Jahren. In der Fotografie interessiert er sich besonders für die Landschafts- und Reisefotografie. Er produziert Videos für Social-Media, begleitet Events, Hochzeiten und hält seine Reisen filmisch fest. Die perfekte Kamera ist für ihn ein Werkzeug, mit dem er sowohl professionelle Videos aufnehmen als auch dynamische Fotos machen kann.

Die Objektivauswahl:

Für spontane Schnappschüsse, wie sie bei einem Fotowalk entstehen verwende ich fast ausschließlich eine 35mm Festbrennweite. (äquivalent zu Vollformat) Durch den MFT-Sensor haben Olympus OMD Kameras einen Crop-Faktor von 2.0 und daher war das erste Objektiv, dass in meiner Tasche landete, das M.Zuiko Digital 17mm f/1,2 PRO. Für Portraits habe ich zudem das 45mm f/1,2 PRO eingepackt, dass einen schönen Bildlook bei Vollformat liefert.

Das Display:

Die E-M1 Mark II verfügt über ein 180 Grad dreh- und schwenkbares Display. Enorm praktisch ist der komplett drehbare Bildschirm nicht nur für Aufnahmen aus besonderen Perspektiven, sondern auch für Selfies und Vlogs. Der Touchscreen erweitert die Möglichkeiten der Kamerasteuerung. So können sämtliche Einstellungen, wie Blende, Verschlusszeit oder beispielsweise Autofokuseinstellungen vorgenommen werden und es kann schnell und einfach im Quick Menü navigiert werden. Per Touch kann außerdem fokussiert und ausgelöst werden.

Olympus OMD E-M1 mark II TestbilderRAW-Download

Danke an dieser Stelle auch an Annika und Bakir. Schaut mal bei Instagram vorbei! 😃

@annikawlr @bakirgutic

Die Sensorstabilisierung:

Bei vielen spiegellosen Systemkameras ist eine interne Sensorstabilisierung Standard. Olympus hat meiner Einschätzung nach hier die Nase vorn und eine beeindruckende 5-Achsen Sensorstabilisierung verbaut. Dadurch, dass der MFT Sensor kleiner ist, als ein APS-C Sensor, ist viel Platz für eine perfekte Stabilisierung. Besonders praktisch ist das für längere Verschlusszeiten aus der Hand und Actionaufnahmen. Vor einem Jahr war das Foto Koch Team zu einem Teamevent zusammen mit Olympus eingeladen. Dort konnten wir die OM-D Kameras in einem Speedboot auf dem Rhein testen. Wie sich die Sensorstabilisierung im Videomodus bemerkbar macht seht ihr im Video.

Technik Fakten:

  • 20 MP-Live-MOS-Sensor
  • TruePic-VIII- Bildprozessor
  • ZUIKO Lens Systems
  • 5-Achsen IS
  • 4K Video
  • 121 Fokuspunkte, Typ Kreuzsensor
  • 18 Bilder/s RAW bei AF-C
  • 60 Bilder/s RAW bei AF-S
  • Hochauflösende Aufnahmen bis 80 MP
  • Zwei SD Karten Steckplätze

Der Autofokus

Wenn ein einzelnes Fokusmessfeld ausgewählt ist zeigt die E-M1 Mark II eine extrem schnelle Autofokus Geschwindigkeit und eine hohe Treffsicherheit. Ganz wichtig: Arbeitet mit der aktuellen Firmware, denn die Software kann einiges an der Autofokusperformance verändern!
Bei meinem Fotowalk habe ich zwischendurch versucht alle Felder zu aktivieren, damit ich mir keine Sorgen um das Messfeld machen muss, doch leider hat die OM-D hier häufig ein anderes Objekt für wichtig befunden. Hätte ich das Update vorher installiert, wäre das nicht passiert.

Die E-M1 Mark II hat einen Gesichts- bzw Augenautofokus integriert und nimmt euch so einiges an Arbeit ab, wenn es darum geht Portraits schnell und präzise zu fotografieren.

Warum Olympus?

  • schnell und leistungsstark
  • Präzision und Funktionalität
  • Mobilität und Zuverlässigkeit
  • Robuste Konstruktion
  • Kompakte Größe
  • Ausgezeichnete Bildqualität
  • Erstklassige Objektive

Optionaler Audiorecorder

Für alle Fotografen, die auch Videos erstellen wollen, oder journalistisch unterwegs sind, gibt es von Olympus einen neuen Audiorecorder – den LS-P4. Der externe Audiorecorder hat unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten und bietet diverse Vorteile. Außerdem ist der LS-P4 einer der ersten Linear PCM-Rekorder weltweit, der mit der Aufnahme im FLAC-Format kompatibel ist. Der Recorder zeichnet Audio mit 96kHz/24-bit auf.

Das Gerät hat drei Mikrofone verbaut und kann optimal als Diktiergerät eingesetzt werden. Mit dem mitgelieferten Blitzschuh Adapter, kann der Recorder direkt auf der Kamera befestigt werden.

Zur Wiedergabe der Aufnahme stehen verschiedene Optionen zur Verfügung:

  1. Integrierte Lautsprecher
  2. 3,5mm Klinke Ausgang für Kopfhörer
  3. Bluetooth Konnektivität

Audiorecorder im Praxiseinsatz

Beeindruckt hat mich am LS-P4 vor allem die Benutzerfreundlichkeit und die extrem kompakten Abmessungen. Bei mir ist der Recorder bei einer Hochzeit zum Einsatz gekommen, denn ich versuche möglichst viele Tonspuren zu sammeln um später zum Beispiel einen Ausschnitt einer Rede im Video verwenden zu können.

Dazu habe ich am DJ Mischpult einfach den LS-P4 angesteckt und mit einem 3,5mm Klinke- 6,3mm Klinke Kabel an einem Master Ausgang des Mischpults angesteckt. Über den Kopfhörerausgang des Recorders habe ich sofort den Ton kontrolliert und war etwas überrascht, dass es sofort perfekt eingestellt war. Ich musste mir keinerlei Gedanken um den Ton Pegel machen! Der Recorder lief 6h durch und jetzt habe ich viel Spaß beim raussuchen der 30 Sekunden, die ich eigentlich brauche.

Mein Fazit

Obwohl ich anfangs etwas skeptisch in den Test gegangen bin, war ich sehr überrascht welche Möglichkeiten das Olympus System bietet. Auf der technischen Seite ist für mich besonders die Objektivauswahl und die Sensorstabilisierung spannend, doch noch viel wichtiger ist mir die Handhabung. Die unterschiedlichen Kamerasysteme werden sehr häufig ausschließlich auf technischer Ebene miteinander verglichen, doch für mich spielt diese mittlerweile eine eher untergeordnete Rolle. Natürlich gibt es Situationen in denen eine bestimmte Marke oder ein Produkt einen technischen Vorteil bietet, der unverzichtbar ist, doch häufig spielen die theoretischen Spezifikationen im Alltag eine mindere Rolle.

Die Olympus OM-D E-M1 Mark II liegt mit ihrem hochwertigen und extrem robusten Magnesiumgehäuse sehr angenehm in der Hand und ist schön griffig. Mir persönlich gefällt außerdem der Auslöser sehr gut, sowie der Druckpunkt der Knöpfe! Die Kamera fühlt sich in der Hand einfach sehr wertig an. Etwas seltener ist mittlerweile der Replay Button in Daumenposition geworden – finde ich super, dass die E-M1 Mark II dieses Knopflayout hat.

Ich kann nur jedem empfehlen, der mit dem Gedanken spielt ein neues Kamerasystem anzuschaffen, sowie jedem der sowieso schon Olympus nutzt, die Kamera einmal auszuprobieren und kennenzulernen. Dafür bietet Olympus aktuell eine geniale Aktion an. „TEST & WOW“ Besonders Interessierte können die wichtigsten Olympus Produkte ausprobieren – wir bieten euch die Möglichkeit, eure Wunschausrüstung einen kompletten Tag lang zu testen.

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