Bild: Insta360Insta360 X6
Mehr Freiheit bei der Aufnahme, weniger Aufwand bei der Bearbeitung
Die neue Insta360 X6 macht 360°-Aufnahmen noch unkomplizierter und eröffnet gleichzeitig deutlich mehr kreativen Spielraum. Statt schon beim Filmen über den perfekten Bildausschnitt nachdenken zu müssen, hält die X6 die gesamte Szene fest. Perspektive, Kamerafahrt und Ausschnitt entstehen anschließend genau so, wie es zur Geschichte passt.
Mit ihrer erstklassigen Bildqualität, starken Low-Light-Performance und intelligenten KI-Funktionen ist die X6 für spontane Reiseerlebnisse genauso gemacht wie für actionreiche Outdoor-Momente oder aufwändigere Content-Produktionen.
Bild: Insta360Neue Sensoren und deutlich mehr Rechenleistung
Das Herzstück der X6 ist ihr neues Bildgebungssystem. Zum Einsatz kommen zwei speziell für 360°-Kameras entwickelte 1/1,1-Zoll-Sensoren von Sony, kombiniert mit einem 4-nm-Triple-AI-Chipsystem. Insta360 spricht dabei von einer 1-Zoll-äquivalenten 360°-Bildgebung.
Gerade gegenüber der X5 soll sich der größere Sensorverbund bemerkbar machen. Die einzelnen Pixel sind größer geworden und so kann deutlich mehr Licht pro Pixel aufgenommen werden. Das ist vor allem für Aufnahmen bei Dämmerung, nachts oder in Innenräumen wichtig. Dunkle Bereiche sollen mehr Details behalten, während helle Bildpartien weniger schnell ausbrennen.
Auch der Dynamikumfang wird mit bis zu 14,6 Blendenstufen angegeben. Für die Praxis bedeutet das: Szenen mit starken Helligkeitsunterschieden (bspw. eine Person im Schatten vor einem hellen Himmel oder eine Aufnahme aus einem dunklen Raum nach draußen) können natürlicher wiedergegeben werden.
Die zusätzliche Rechenleistung der drei Chips spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie verarbeitet die Daten beider Sensoren, übernimmt Bildverbesserungen und ermöglicht Funktionen, die über reine Auflösung hinausgehen.
Insta360 X6 Standard Bundle Midnight Black
- Insta360 X6 Standard Bundle (Midnight Black)
- Die Ultimative 8K 360°-Kamera
- 1"-Sensor-Äquivalent und Dreifach-KI-Chip
- 8K50 bei Tag und Nacht
- 10-Bit-Farbe und Dolby Vision-Unterstützung
- Mit dem ersten intelligenten 360°-KI-Modell von Insta360
- Farbe: Midnight Black
8K mit 50 Bildern pro Sekunde und 120-Megapixel-Fotos
Eines der auffälligsten Upgrades ist die Videoauflösung. Die X6 nimmt 360°-Videos mit bis zu 8K und 50 Bildern pro Sekunde auf. Die höhere Bildrate bietet nicht nur flüssigere Bewegungen, sondern schafft auch mehr Spielraum für dynamische Szenen und eine leichte Zeitlupe.
Das ist besonders relevant, weil 360°-Material anders genutzt wird als klassisches Video. Die Kamera zeichnet zunächst die komplette Umgebung auf. Erst später wird entschieden, welcher Ausschnitt im fertigen Clip zu sehen sein soll. Je höher die Qualität der ursprünglichen Rundumaufnahme, desto mehr Spielraum bleibt beim Reframing.
Auch bei Fotos legt die X6 nach: 360°-Aufnahmen mit bis zu 120 Megapixeln sollen besonders viele Details liefern. Zusätzlich analysiert ein neuer "AI Photo Frame" die komplette 360°-Szene und kann interessante Bildausschnitte erkennen. Dadurch wird aus einer einzigen Rundumaufnahme eine Vielzahl möglicher Fotos.
10-Bit-Farbe und Dolby Vision direkt in der Kamera
Eine der spannendsten Neuerungen für anspruchsvollere Videoproduktionen ist die 10-Bit-Farbtiefe. Dadurch kann die X6 wesentlich feinere Farbverläufe aufzeichnen, was sich beispielsweise bei Himmel, Sonnenuntergängen oder anderen Szenen mit subtilen Farbabstufungen bemerkbar macht.
Hinzu kommt Dolby Vision direkt in der Kamera. Die X6 analysiert das Material bereits während der Aufnahme und optimiert unter anderem Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe. Das kommt insbesondere Nutzern entgegen, die ein möglichst hochwertiges Ergebnis erzielen möchten, ohne anschließend viel Zeit in Farbkorrektur und Grading investieren zu müssen.
Für professionelle Workflows bietet die X6 zusätzlich i-Log. Damit richtet sie sich stärker als zuvor auch an Creator, die 360°-Material mit Aufnahmen anderer Kameras kombinieren und in umfassendere Postproduktions-Workflows integrieren möchten.
InstaFrame 2.0: Filmen und direkt teilen
360°-Kameras bieten enorme kreative Freiheit. Bislang bedeutete diese Freiheit allerdings häufig zusätzliche Arbeit nach dem Dreh. Hier kommt InstaFrame 2.0 ins Spiel.
Die X6 kann gleichzeitig die vollständige 360°-Aufnahme speichern und ein bereits "flaches", klassisches Video ausgeben. Dieses lässt sich direkt verwenden oder teilen, während die vollständige 360°-Datei weiterhin vorhanden ist. Möchte man später eine andere Perspektive wählen, kann man auf das Rundum-Material zurückgreifen.
Damit verbindet InstaFrame 2.0 zwei Welten: die Schnelligkeit einer normalen Actioncam und die nachträgliche Freiheit einer 360°-Kamera. Zusammen mit dem faltbaren Selfie-Stick lässt sich die X6 dadurch beispielsweise besonders unkompliziert für Vlogs einsetzen.
Wer überhaupt keine 360°-Aufnahme benötigt, kann außerdem den Single-Lens-Modus verwenden. Hier nimmt die Kamera mit einer einzelnen Linse Videos mit bis zu 5K60fps auf und funktioniert damit ähnlich wie eine klassische Weitwinkel-Actioncam.
KI übernimmt einen größeren Teil der Nachbearbeitung
Ein weiteres großes Thema der X6 ist künstliche Intelligenz. Insta360 hat dafür ein eigenes 360 AI Multimodal Model entwickelt, das speziell mit 360°-Material trainiert wurde.
Darauf basieren unter anderem AI Director, Auto Edit 2.0 und Moments Pro. Der AI Director kann aufgenommenes Material automatisch analysieren, Highlights erkennen und daraus direkt einen fertigen Clip erstellen. Nach dem Dreh kann die Kamera sogar ans Ladegerät angeschlossen werden und die Verarbeitung selbstständig durchführen.
Auto Edit 2.0 soll das automatische Schneiden weiter verbessern und beispielsweise mehrere Clips intelligenter miteinander kombinieren. Moments Pro geht noch einen Schritt weiter: Hier können Nutzer per Stichwort oder Beschreibung nach bestimmten Momenten suchen und daraus individuelle Clips generieren lassen.
Der entscheidende Fortschritt liegt damit weniger in einem einzelnen Feature als im gesamten Workflow. Eine 360°-Kamera zeichnet zwangsläufig sehr viel Material auf. Die X6 soll dabei helfen, aus diesem Material schneller die wirklich relevanten Szenen herauszufiltern.
Bild: Insta360Größerer Akku, OLED-Display und robusteres Gehäuse
Auch sonst wurde die X6 weiterentwickelt. Der neue 2600-mAh-Akku ermöglicht laut Insta360 bis zu 140 Minuten kontinuierliche Aufnahme und damit rund 51 Prozent mehr Laufzeit als bei der X5. Gleichzeitig unterstützt der Akku Schnellladen und soll in etwa 24 Minuten von 0 auf 80 Prozent geladen werden können.
Auf der Rückseite befindet sich nun ein 2,32 Zoll großes OLED-Display, das auch bei hellem Umgebungslicht gut ablesbar sein soll. Hinzu kommen 47 GB interner Speicher, was sehr praktisch ist, wenn gerade keine microSD-Karte zur Hand ist.
Die austauschbaren Objektivabdeckungen wurden ebenfalls überarbeitet. Replaceable Lenses 2.0 bieten eine deutlich höhere Kratzfestigkeit als bei der X5 und gleichzeitig kompakter sowie einfacher zu wechseln.
Die Kamera ist außerdem ohne zusätzliches Gehäuse bis 20 Meter wasserdicht. Mit einem optionalen Tauchgehäuse sind Aufnahmen bis 60 Meter Tiefe möglich.
Besserer Ton und schnellere Bedienung
Auch das Audiosystem erhält ein Upgrade. Ein neues 360°-Windschutzmikrofon soll Windgeräusche reduzieren und Stimmen klarer aufnehmen.
Externe Mikrofone aus dem Insta360-Ökosystem können direkt verbunden werden. Dazu gehören unter anderem Mic Pro und Mic Air.
Im täglichen Einsatz sollen außerdem viele kleine Verbesserungen Zeit sparen: NFC Tap to Connect, schnelleres Bluetooth-Reconnecting, Wi-Fi 6, USB 3.0 sowie neue Bedienmöglichkeiten über Druck auf das Display, Gesten, Sprachsteuerung und haptisches Feedback.
Fazit: Die X6 entwickelt die Idee der 360°-Kamera konsequent weiter
Der Sprung von der Insta360 X5 zur X6 besteht nicht nur aus einer höheren Auflösung. Die neue Generation verbessert den gesamten Prozess: Von der Aufnahme bis zum fertigen Video.
Größere Sensoren und mehr Rechenleistung sorgen für sichtbar bessere Bilder, 8K 50fps und 10-Bit erweitern die kreativen Möglichkeiten und InstaFrame 2.0 macht die Kamera spontaner einsetzbar. Gleichzeitig nimmt die neue KI dem Nutzer einen Teil der Arbeit ab, die bislang nach einer 360°-Aufnahme notwendig war. Verbesserungen bei Akku, Display, Audio und Konnektivität runden das Gesamtpaket ab.
Damit wird die X6 besonders für diejenigen interessant, die den entscheidenden Vorteil von 360°-Kameras ausnutzen möchten: erst einmal alles aufnehmen und sich erst später für die perfekte Perspektive entscheiden. Die X6 macht diesen Ansatz nicht nur leistungsfähiger, sondern vor allem einfacher.
