Sigma Teleobjektiv

Verschneite Bergwelten mit dem SIGMA 70-200mm

Lesezeit: 3 Minuten -  25. März 2019 - von Christopher Schmidtke, SIGMA Deutschland

Zwischen den Jahren hatte ich die Möglichkeit das neue SIGMA 70-200mm F2,8 in den Alpen zu testen. Üblicherweise arbeite ich mit Festbrennweiten, deshalb war ich sehr gespannt, wie sich das Telezoom-Objektiv schlagen wird und wie es sich in meine Arbeitsweise einfügt.

Fotoausflug in die Berge

Zwischen den Jahren hatte ich die Möglichkeit das neue SIGMA 70-200mm F2,8 in den Alpen zu testen. Üblicherweise arbeite ich mit Festbrennweiten, deshalb war ich sehr gespannt, wie sich das Telezoom-Objektiv schlagen wird und wie es sich in meine Arbeitsweise einfügt.

Glücklicherweise konnten wir unsere Reise noch vor dem großen Wintereinbruch abschließen und wurden nicht eingeschneit, denn ein paar Tage später waren viele Passstraßen gesperrt. Am ersten Tag wurden wir von wunderschönem Wetter begrüßt und die tiefstehende Sonne in der Goldenen Stunde sorgte für beeindruckende Lichtstimmungen. Schon bei etwas tieferem Sonnenstand liegt die eine Talseite schon im Schatten, während die gegenüberliegende nachmittags noch von der Sonne angestrahlt wird. Das schafft eine tolle Lichtdynamik.

Über den Autor

Christopher Schmidtke fotografiert vor allem Landschaften und mit alten analogen Kameras auch mal gerne in Schwarzweiß. Als Teil des Marketing Teams des Objektivherstellers SIGMA nimmt er aber auch gerne aktuelle Kameras und Objektive in die Hand und erkundet damit die Umgebung.

Objektiv und Kamera

Das neue Zoom aus der Sports-Serie ist Teil des Trios bestehend aus dem SIGMA 14-24mm F2,8 DG HSM | Art und dem SIGMA 24-70 F2,8 DG OS HSM | Art. Für diesen Fotoausflug hatte ich nur das 70-200er mit dabei. Die Abmessungen und das Gewicht des Objektivs sind nicht unerheblich, aber die Kombination mit der Canon 5D Mk4 war gut ausbalanciert und hat sich für mich gut angefühlt.

Highlights des Sigma 70-200 F2,8 Sports

  • Bildstabilisator
  • funktionale Stativschelle mit Arca Swiss Kompatibilität
  • 11-lamellige runde Blendenöffnung
  • Zoom-Lock bei Brennweite
  • Hochpräzises und robustes Messing-Bajonett

Technische Daten

  • Brennweite: 70-200 mm
  • Lichtstärke: F2,8
  • Naheinstellgrenze: 120cm
  • Abbildungsmaßstab: 1:4,8
  • geeignet für: APS-C & Vollformat
  • verfügbare Anschlüsse: Canon EF, Nikon FX, Sigma
  • Filtergewinde: 82mm
  • Gewicht: 1805g

 

Die erste Location - Herzogstand

Bereits die Aufnahmesituation auf dem Herzogstand in den bayerischen Voralpen bot eine anspruchsvolle Lichtsituation. Die Sonne stand sehr tief und ich wollte herausfinden, wie sich das Objektiv im Einsatz von Gegenlicht in Bezug auf 'sunflares' etc. verhält. Die Gegenlichtblende habe ich für diesen Versuch auch abgenommen – sicherlich keine optimalen Voraussetzungen für Telezoom. Bei Betrachtung am Bildschirm habe ich dann festgestellt, dass das Objektiv die Situation wunderbar gemeistert hat. Die Abbildungsleistung war hervorragend, Kontraste ausgeprägt und ich konnte keine störenden 'sunflares' entdecken.

Wind und Wetter sind kein Problem für das Sigma Tele

In der Region um den Walchensee und Kochelsee, ist ein Besuch des nahegelegenen Eibsees, am Fuße der Zugspitze, fast schon ein Muss. Leider waren die Wetterbedingungen nicht optimal und weniger dramatisch wie auf dem Herzogstand am Vortag. Die Sonne wurde von der dicken Wolkendecke nicht durchgelassen und alles wirkte ein wenig trist. In einem zwischenzeitlichen Regen/Schneeschauer konnte sich das SIGMA 70-200mm dennoch bewähren. Dank der Gummidichtungen konnte ich es bedenkenlos einsetzen. Für mich geht in der Landschaftsfotografie nichts über zuverlässiges Equipment. Unwetter und Stürme sorgen oft für dramatische Lichtstimmungen und da muss die Ausrüstung einfach funktionieren.

Winterliche Stimmung

Der Spazierrundweg um den Eibsee ist leicht zu bewältigen, bietet aber dennoch wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft, die trotz Nebelschwaden immer wieder sichtbar wurde. Die zugefrorenen Bereiche des Eibsees boten sich als willkommenes Gestaltungsmerkmal.

Meine letzten beiden Stationen waren der Plansee und der Heiterwanger See in Österreich. Auch hier zeigte sich das Wetter winterlich und von seiner rauen, düsteren Seite. Die Sonne vermochte, die Wolkendecke nicht zu durchbrechen. So versuchte ich, die angrenzenden Berge abzulichten und die triste Stimmung in den Bildern festzuhalten.

Mein Fazit zum 70-200

Nach der Entwicklung der Fotos am PC kann ich abschießend sagen, dass mich die optische Leistung des Objektivs wirklich beeindruckt hat. Selbst bei der geöffneten Blende von F2,8 sind die Bilder extrem scharf und detailreich. Das Bokeh ist cremig-weich und die Verläufe sind sehr homogen. Man könnte fast meinen, man hätte hier mit einer Festbrennweite gearbeitet. 

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