
Die neue Sony FX5 im Überblick:
5K, Open Gate, Triple Base ISO und Unterschiede zur FX3
Die Sony FX3 gilt für viele Filmemacher bis heute als nahezu ideale kompakte Cinema-Kamera. Doch fünf Jahre nach ihrem Marktstart haben sich die Anforderungen verändert: höhere Auflösungen, flexiblere Aufnahmeformate, bessere Monitoring-Tools und professionellere Workflows werden für viele Produktionen immer wichtiger.
Genau hier setzt die neue Sony FX5 an. Mit 5K, Open Gate, internem X-OCN, Triple Base ISO und 32-Bit-Float-Audio erfüllt sie gleich mehrere lang gehegte Wünsche der Community.
Ist die FX5 also der längst überfällige Nachfolger der FX3, eine kompakte Alternative zu größeren Cinema-Kameras oder schlicht zu teuer? Wir zeigen, was Sony verbessert hat, welche Funktionen fehlen und für wen sich das Upgrade wirklich lohnt.

Sony FX5 auf einen Blick
- Neuer rückwärtig belichteter Stacked-Vollformatsensor mit 16,6 Megapixeln
- Videoaufnahmen mit bis zu 5K
- Open Gate mit vollständiger Sensorauslesung
- 15+ Blendenstufen Dynamikumfang
- Triple Base ISO bei 800, 4.000 und 12.800
- Interne X-OCN-Aufzeichnung mit 16 Bit
- 32-Bit-Float-Audio mit dem neuen XLR-Griff
- Größeres 16:9-Display und umfangreiche Monitoring-Werkzeuge
- LAN, 6-GHz-WLAN, zwei USB-C-Anschlüsse und optionale Timecode-Anbindung
- Fünf-Achsen-Bildstabilisierung und KI-gestützter Autofokus

Von der Sony FX3 zur FX5
Die FX3 war für viele Filmemacher eine der ersten Kameras, die professionelle Videoqualität, starke Low-Light-Performance und einen kompakten Body überzeugend miteinander verbunden hat. Ihr Gehäuse mit aktiver Kühlung, zahlreichen Montagegewinden und dem Verzicht auf einen klassischen Sucher hat die Kategorie kompakter Cinema-Kameras nachhaltig geprägt.
Auch Content Creator und Filmemacher Leo Keller nutzt aktuell eine Kamera aus diesem Umfeld: die Sony ZV-E1. Für ihn ist sie gewissermaßen die Creator-Variante der FX3 - mit einem ähnlichen Bildlook und vergleichbarer Low-Light-Stärke, aber in einem noch kleineren Gehäuse.
Gleichzeitig stößt er mit der ZV-E1 zunehmend an Grenzen:
"Langsam komme ich an die Grenzen der ZV-E1. Deshalb bin ich schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer neuen oder zumindest zweiten Kamera." – Leo Keller
Die FX3 kam für ihn grundsätzlich infrage. Mit dem Kauf hatte er jedoch gezögert, weil ihm einige moderne Funktionen fehlten, die er bei einer langfristigen Investition gerne an Bord hätte.
Auf seiner Wunschliste standen unter anderem 5K oder 6K, Open Gate, ein größeres Display, 32-Bit-Float-Audio und SDI. Ein Global Shutter wäre die Idealvorstellung gewesen - aus seiner Sicht allerdings bereits ein eher unrealistischer Wunsch.
Einige dieser Punkte erfüllt die neue FX5. Andere fehlen weiterhin.

Neuer Stacked-Vollformatsensor mit 5K
Das Herzstück der Sony FX5 ist ein neuer rückwärtig belichteter Stacked-Vollformatsensor mit 16,6 Megapixeln. Durch den gestapelten Sensoraufbau soll die Kamera schneller auslesen können und gleichzeitig einen Dynamikumfang von mehr als 15 Blendenstufen erreichen.
Die höhere Auflösung ermöglicht Videoaufnahmen mit bis zu 5K. In Verbindung mit dem neuen BIONZ-XR2-Prozessor stehen unterschiedliche Bildraten und Sensorformate zur Verfügung.
Für Creator ist die zusätzliche Auflösung nicht nur auf dem Datenblatt interessant. Sie schafft mehr Spielraum in der Postproduktion - etwa für nachträgliche Ausschnittsvergrößerungen oder die Umwandlung eines Querformatvideos in ein vertikales Format.
"Eine höhere Auflösung als 4K ist für mich wichtig, um nachträglich noch in das Bild croppen zu können oder ein Querformatvideo besser in Hochformat umzuwandeln, ohne zu viel Qualität zu verlieren." – Leo Keller
Gerade für Produktionen, die Material für YouTube, Instagram, TikTok und weitere Plattformen aus einem gemeinsamen Dreh gewinnen müssen, kann dieser zusätzliche Spielraum wertvoll sein.
Triple Base ISO
Die Sony FX5 verfügt über drei Basis-ISO-Werte: ISO 800, ISO 4.000, ISO 12.800
Die beiden bekannten Werte ISO 800 und ISO 12.800 werden damit durch eine zusätzliche Basisempfindlichkeit bei ISO 4.000 ergänzt.
Die Idee dahinter: Statt das Bild bei mittleren ISO-Werten lediglich digital zu verstärken, kann die Kamera bei ISO 4.000 auf eine optimierte Sensorauslesung zurückgreifen. Dadurch soll der maximale Dynamikumfang in mehr Lichtsituationen nutzbar bleiben.
Wie sich Rauschverhalten, Dynamikumfang und Highlight-Roll-off zwischen den drei Einstellungen tatsächlich unterscheiden, muss ein späterer Praxistest zeigen. Auf dem Papier ist Triple Base ISO jedoch besonders für Dokumentationen, Events, Hochzeiten und Run-and-Gun-Produktionen interessant, bei denen sich Lichtverhältnisse schnell verändern können.
Triple Base ISO der Sony FX5 im Vergleich zu FX2 und FX3Open Gate kommt in Sonys kompakte Cinema Line
Eines der wichtigsten neuen Features ist das Open Gate. Die Sony FX5 kann die vollständige Sensorfläche aufzeichnen, anstatt ausschließlich einen klassischen 16:9-Ausschnitt zu verwenden.
Das bringt mehrere Vorteile:
- mehr Spielraum für unterschiedliche Seitenverhältnisse
- flexiblere vertikale und horizontale Bildausschnitte
- zusätzliche Reserven für digitale Stabilisierung
- nachträgliches Reframing
- bessere Voraussetzungen für anamorphe Workflows
Zum Marktstart soll Open Gate in X-OCN mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde verfügbar sein. Ein angekündigtes Firmware-Update soll Open Gate später auch in XAVC ermöglichen. In X-OCN sollen anschließend sogar bis zu 120 Bilder pro Sekunde bei voller Sensornutzung möglich werden.
Für Teams, die regelmäßig mehrere Plattformen bedienen, kann das den Produktionsprozess deutlich effizienter machen: Eine Aufnahme lässt sich flexibler für 16:9, 9:16 oder andere Formate aufbereiten, ohne bereits am Set jeden Bildausschnitt separat drehen zu müssen.
Sony FX5 Codec Übersicht
Bitraten verschiedener Codecs im VergleichInternes X-OCN mit 16 Bit
Neben Open Gate zählt die interne X-OCN-Aufzeichnung zu den größten Neuerungen der FX5.
X-OCN kennen wir bislang vor allem aus höher positionierten Sony-Cinema-Kameras wie der Venice 2 und der Burano. Das Format bietet einen RAW-ähnlichen Workflow, 16 Bit Farbtiefe und große Flexibilität bei der Bearbeitung in der Postproduktion.
Für die FX5 hat Sony mit C1 und C2 zwei neue Kompressionsstufen entwickelt. Sie sollen die Datenmengen besser beherrschbar machen, ohne die Vorteile des Formats vollständig aufzugeben.
Offen bleiben vor allem zwei praktische Fragen:
- Wie groß werden die Dateien bei realen Drehs?
- Wie flüssig lässt sich das Material auf durchschnittlichen Schnittsystemen bearbeiten?
Ein Codec ist schließlich nur dann wirklich hilfreich, wenn er auch in einem realistischen Produktionsworkflow funktioniert. Grundsätzlich ist internes X-OCN in dieser Kameraklasse jedoch ein großer Schritt - und kann in bestimmten Setups einen externen Recorder überflüssig machen.
Sony X-OCN KompressionsstufenHohe Framerates ohne starken Crop
Die Sony FX5 kann den vollständigen Sensor zum Marktstart mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auslesen. Mit dem angekündigten Firmware-Update sollen in X-OCN bis zu 120 Bilder pro Sekunde bei voller Sensornutzung möglich werden.
Bei vielen Kameras erfordern hohe Framerates Kompromisse: einen deutlichen Crop, eine geringere Auflösung, reduzierte Farbtiefe oder stärker komprimierte Codecs.
Sony versucht bei der FX5, diese Einschränkungen möglichst gering zu halten. Das ist besonders für Produktionen relevant, bei denen reguläre Aufnahmen und Slow Motion spontan miteinander kombiniert werden.
Übersicht Framerates & Sensor Scan Modes der Sony FX532-Bit-Float-Audio mit dem neuen XLR-Griff
Auch beim Ton wird die FX5 professioneller. In Verbindung mit dem neuen XLR-Griff unterstützt sie 32-Bit-Float-Audioaufnahmen.
32-Bit-Float bietet einen sehr großen Dynamikbereich. Der Eingangspegel muss dadurch nicht mehr ganz so exakt eingestellt und permanent überwacht werden wie bei herkömmlichen Aufnahmen.
Sony XLR-Griff XLR-H2
- XLR-Handgriff mit 4-Kanal-Audioaufnahme
- Aufnahme im 32-Bit-Float-Format
- Optimiertes ergonomisches Design
"32-Bit-Float ist quasi RAW für Audio. Dadurch hat man in der Nachbearbeitung mehr Flexibilität, um die Lautstärke vernünftig einzustellen." – Leo Keller
Das bedeutet nicht, dass Mikrofonwahl, Platzierung und Tonkontrolle unwichtig werden. Ein schlecht positioniertes Mikrofon klingt auch mit 32-Bit-Float nicht automatisch gut. Bei Interviews, Run-and-Gun-Drehs oder stark schwankenden Lautstärken kann das Format aber die Gefahr übersteuerter oder zu leiser Aufnahmen reduzieren.
Wichtig: Die Funktion ist an den neuen XLR-Griff gebunden.

Kompakter Body mit verändertem Zubehörkonzept
Sony hält am kompakten Grundkonzept der FX3 fest. Die Abmessungen der FX5 verändern sich nur geringfügig, und die Kamera bleibt flexibel riggbar.
Auf der Unterseite kommt ein zweites Gewinde hinzu. Dadurch lässt sie sich verdrehsicherer auf Kameraplatten, Gimbals und anderem Zubehör befestigen. Auch das Button-Layout wurde überarbeitet, damit wichtige Videofunktionen schneller erreichbar sind.
Eine größere Umstellung betrifft den Akku. Die FX5 verwendet einen neuen Akkutyp, der mehr Leistung und Kapazität bereitstellen soll. Für bestehende FX3-Nutzer bedeutet das allerdings, dass vorhandene Akkus nicht einfach weiterverwendet werden können.
Auch beim XLR-Griff gibt es Einschränkungen:
- Der neue FX5-Griff ist nicht mit der FX3 kompatibel
- Der bisherige FX3-Griff passt nicht auf die FX5
- Der XLR-Griff gehört nicht automatisch zum Lieferumfang des Bodys
- Ein optionaler EVF und der XLR-Griff nutzen denselben Montagebereich und können daher nicht gleichzeitig verwendet werden
Diese Punkte sollten insbesondere bestehende FX3-Besitzer bei den tatsächlichen Upgrade-Kosten berücksichtigen.
"Ein größerer Bildschirm macht es sehr viel leichter, das Bild gut beurteilen und die Kamera besser bedienen zu können." – Leo Keller
Sony FX5 Cine Alta MenüAuch das Menü wurde stärker an Sonys CineAlta-Systeme angelehnt. Videooptionen sollen dadurch übersichtlicher und schneller erreichbar sein.
Zu den integrierten Monitoring-Werkzeugen gehören:
- False Color
- Waveform
- Vektorskop
- Histogramm
- Zebras
- Peaking
- Focus Map
Damit können Belichtung, Farben und Fokus direkt am Set präziser kontrolliert werden. Besonders beim manuellen Fokussieren mit klassischen Cine-Objektiven sind Focus Map und Peaking hilfreich.
Zusätzlich erhält die FX5 aktuelle Sony-Autofokus-Algorithmen inklusive KI-gestützter Motiverkennung.
Netzwerk, Timecode & Anschlüsse
Bei Konnektivität und Netzwerkintegration rückt die FX5 klar in Richtung professioneller Produktionskamera.
Zur Ausstattung gehören unter anderem:
- zwei USB-C-Anschlüsse
- 6-GHz-WLAN
- integrierter LAN-Anschluss
- zwei Hybrid-Slots für CFexpress Typ A und UHS-II-SD-Karten
- optionaler USB-C Timecode-Adapter mit BNC-Verbindung
Der zweite USB-C-Anschluss erleichtert den Einsatz von Zubehör, ohne direkt den einzigen verfügbaren Port zu blockieren. Über den optionalen Timecode-Adapter lässt sich die Kamera mit weiteren Kameras und Audiogeräten synchronisieren.
LAN und 6-GHz-WLAN sollen schnellere und stabilere Übertragungen ermöglichen. In Verbindung mit Sonys Monitor-&-Control-Lösungen kann die FX5 damit besser in Mehrkamera-Setups und größere Produktionsnetzwerke eingebunden werden.
IBIS oder kein IBIS?
Die Sony FX5 besitzt eine Fünf-Achsen-Bildstabilisierung und erhält zusätzliche softwarebasierte Stabilisierungsfunktionen.
Für die Mehrheit der Solo-Filmer und Creator ist ein integrierter Bildstabilisator ein klarer Vorteil. Bei Spezialanwendungen kann ein beweglich gelagerter Sensor jedoch problematisch sein - beispielsweise bei extremen Vibrationen an Fahrzeugen.
Für solche Fälle soll Sony einen kostenpflichtigen Service anbieten, bei dem das Sensormodul dauerhaft fixiert wird. Nach aktuellem Informationsstand ist dieser Eingriff nicht ohne Weiteres reversibel.
Damit versucht Sony, zwei unterschiedliche Nutzergruppen zu bedienen: mobile Filmemacher, die von IBIS profitieren, und Spezialanwender, die einen fest montierten Sensor benötigen.

Kein Global Shutter
Die FX5 besitzt keinen Global Shutter. Ein solcher Sensor würde alle Bildbereiche gleichzeitig auslesen und typische Rolling-Shutter-Verzerrungen vermeiden.
"Bei schnellen Schwenks hat man oft Rolling Shutter im Bild, weil ein Teil des Sensors schneller ausgelesen wird als der andere. Ein Global Shutter würde diesen Effekt deutlich reduzieren." – Leo Keller
Ein Global Shutter wäre besonders bei schnellen Schwenks, Actionaufnahmen oder bestimmten LED-Lichtquellen hilfreich. Gleichzeitig kann die Technologie derzeit mit Nachteilen bei Dynamikumfang und Lichtempfindlichkeit verbunden sein - zwei Bereichen, die für eine Cinema-Kamera besonders wichtig sind.
Wie gut die schnelle Auslesung des neuen Stacked-Sensors Rolling Shutter reduziert, muss sich im Praxistest zeigen.
Keine internen ND-Filter
Auch interne ND-Filter fehlen. Für viele Filmemacher wäre ein integriertes ND-System eine erhebliche Arbeitserleichterung.
"Ein interner ND-Filter ist deutlich praktischer, weil man nicht ständig verschiedene Filter von Objektiv zu Objektiv schrauben muss, sondern die Belichtung direkt in der Kamera anpassen kann." – Leo Keller
Der wahrscheinlich wichtigste Grund für den Verzicht ist der verfügbare Platz. Ein ND-Modul muss mechanisch vor den Sensor bewegt werden. Gleichzeitig benötigt auch der beweglich gelagerte IBIS-Sensor ausreichend Raum.
Wer zwingend interne ND-Filter braucht, muss daher weiterhin auf ein größeres Kameramodell wie die FX6 oder Burano ausweichen.
Sony FX5 Preis: Professionelle Funktionen haben ihren Preis
Der Body der Sony FX5 startet bei knapp 5.400 Euro UVP. Das Kit mit dem neuen XLR-Griff liegt bei ungefähr 6.000 Euro UVP.
Damit ist die FX5 deutlich teurer als die FX3. Gleichzeitig bietet sie Funktionen, die bisher erst in wesentlich höher positionierten Sony-Cinema-Systemen verfügbar waren.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, ob die Kamera teuer ist. Für professionelle Nutzer ist wichtiger, ob sie durch internes X-OCN, Open Gate, bessere Monitoring-Funktionen und eine umfangreichere Konnektivität Zeit, Zubehör oder externe Recorder einspart.
Leo betrachtet die Kamera entsprechend als längerfristige Investition:
"Preislich tut es natürlich extrem weh. Ich upgrade meine Kamera aber nicht jedes Jahr, sondern warte mehrere Jahre auf den nächsten großen Schritt. Für mich wäre das eine Investition, die sich vier oder fünf Jahre lohnen und in die ich hineinwachsen kann." – Leo Keller
Für wen ist die Sony FX5 geeignet?
Die Sony FX5 richtet sich vor allem an:
- professionelle Solo-Filmer
- kleine Produktionsfirmen
- Dokumentarfilmer
- Hochzeitsvideografen
- kommerzielle Content-Produktionen
- Creator mit wachsenden Produktionsanforderungen
- Teams, die mehrere Ausgabeformate aus einem Dreh erstellen
- Sony-Nutzer, die ihre vorhandenen E-Mount-Objektive weiterverwenden möchten
Für Nutzer, die hauptsächlich eine kompakte 4K-Kamera mit starker Low-Light-Performance suchen, bleiben die FX3 und ZV-E1 weiterhin attraktive Optionen.
Der Umstieg wird vor allem dann interessant, wenn Open Gate, internes X-OCN, 32-Bit-Float-Audio, professionelle Monitoring-Werkzeuge oder Netzwerkfunktionen tatsächlich im Arbeitsalltag benötigt werden.
Übersicht des Sony Cinema Line-UpsFazit: Mehr als eine Sony FX3 Mark II
Technisch führt die Sony FX5 das Konzept der FX3 fort: kompakter Cinema-Body, Vollformatsensor, aktive Kühlung, interne Stabilisierung und hohe Flexibilität beim Rigging.
In ihrer Ausrichtung geht sie jedoch deutlich weiter. Open Gate, internes X-OCN, Triple Base ISO und professionelle Monitoring- sowie Netzwerkfunktionen rücken sie näher an größere Cinema-Systeme heran.
Die FX5 ist deshalb nicht einfach nur eine FX3 mit aktualisierten technischen Daten. Sie ist die Professionalisierung dieses Kamerakonzepts.
Die FX3 hat gezeigt, wie kompakt eine professionelle Cinema-Kamera sein kann. Die FX5 soll nun zeigen, wie professionell eine kompakte Cinema-Kamera werden kann. Ob sie diesen Anspruch auch bei Bildqualität, Rolling Shutter, Dateigrößen und Workflow erfüllt, muss ein ausführlicher Praxistest klären.
Ja, technisch und konzeptionell führt die FX5 das Grundprinzip der FX3 weiter. Sie positioniert sich mit Open Gate, internem X-OCN und professionelleren Produktionsfunktionen jedoch eher zwischen der FX3 und FX6. Es handelt sich also nicht um einen direkten Nachfolger, sondern eher um die Weiterentwicklung und Professionalisierung des Kamerakonzeptes.
Die Sony FX5 kann Videos mit einer Auflösung von bis zu 5K (Open Gate) aufzeichnen. Die zusätzliche Auflösung bietet mehr Spielraum für Crops, Reframing und vertikale Formate.
Ja. Zum Marktstart ist Open Gate in X-OCN mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde verfügbar. Ein angekündigtes Firmware-Update soll später Open Gate in XAVC sowie bis zu 120 Bilder pro Sekunde in X-OCN ermöglichen.
Die FX5 unterstützt die interne Aufzeichnung von X-OCN mit 16 Bit. X-OCN (extended tonal range Original Camera Negative) ist Sonys RAW-ähnliches Aufnahmeformat und bietet umfangreiche Möglichkeiten in der Postproduktion.
Mehr über X-OCN erfährst du hier.
Die Kamera besitzt Triple Base ISO mit Basisempfindlichkeiten bei ISO 800, ISO 4.000 und ISO 12.800.
Nein. Die Sony FX5 verwendet einen schnellen Stacked-Sensor, besitzt aber keinen Global Shutter. Rolling Shutter Effekte werden durch den gestapelten Aufbau jedoch stark reduziert.
Nein, interne ND-Filter sind aufgrund des kompakten Kameragehäuses nicht integriert. Nutzer, die ein internes ND-System benötigen, sollten größere Cinema-Modelle wie die Sony FX6 oder Burano berücksichtigen.
Ja, 32-Bit-Float-Audio ist in Verbindung mit dem neuen XLR-Griff möglich. Der Griff ist nicht automatisch im Lieferumfang des Bodys enthalten.
Das Upgrade lohnt sich vor allem für Nutzer, die Open Gate, internes X-OCN, höhere Auflösung und professionelle Monitoring- oder Netzwerkfunktionen benötigen. Wer mit der 4K-Bildqualität und dem bestehenden Workflow der FX3 zufrieden ist, muss nicht zwingend wechseln.
Vereinbare einen kostenlosen Beratungstermin per Telefon oder Video-Chat und stelle unseren Experten deine Fragen – bequem vom Sofa aus.
