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Canon R Neuheit Vollformat-Systemkamera

Canon EOS R Vollformat – Neues Bajonett, neue Möglichkeiten

Die Fotowelt spekulierte auch bei Canon viel. Was kommt neues zur Photokina 2018? Wird es das lang ersehnte Vollformatsystem? In den letzten Tagen gab es schon Leaks, die ziemlich viel offenbarten, und seit heute haben wir offiziell Gewissheit: Canon hat mit der EOS R ein neues System für Vollformat vorgestellt. Damit setzt nun auch Canon ein wichtiges Zeichen im spiegellosen Systemkameramarkt nachdem Nikon bereits vor zwei Wochen das Z System präsentierte. Sony hatte mit der Alpha 7/9 Serie in den letzten Jahren beiden Herstellern den Rang abgelaufen, so dass viele Nutzer gewechselt sind. Nun ziehen also die Größen Canon und Nikon nach.

Das neue Canon EOS R System im Überblick

Wie Nikon setzt auch Canon auf einen größeren Bajonettdurchmesser. Beim Canon RF-Bajonett, wie es genau heißt, wird dieser 54 mm betragen, ist somit ähnlich dem der Nikon Z (55 mm) und einiges größer als der von Sony (46 mm). Damit hat man mehr Möglichkeiten für lichtstarke Objektive und schafft eine bessere Schärfe bis an die Ränder. Canon verspricht dadurch mehr Freiheit und Möglichkeiten in der Konstruktion von Objektiven. Neu ist auch der 12-polige Anschluss, der komplett neu entwickelt wurde. Dieser sorgte für eine optimale Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv und macht das System schneller. Das Wichtigste am neuen System bleibt aber der Größenvorteil. Durch den weggefallenen Spiegel reduziert sich das Auflagemaß auf 20mm. Somit ist es möglich die Kameras deutlich leichter und kompakter zu bauen, was gerade Fotografen, die viel auf Reisen sind, freuen wird. Weiterhin ist eine geräuschlose Fotografie möglich. Gerade in Situationen, in denen das Klacken des Spiegels stört, ist das ein riesiger Bonus. So kann man unauffälliger Hochzeiten, Tiere oder Situationen auf Reisen fotografieren. Wer bereits einige Canon Objektive hat, kann diese weiterhin mit einem der Adapter verwenden, was einen Umstieg leicht macht.

Die Canon EOS R Kamera

Optisch setzt die Kamera auf ein relativ klares Design, welches an bisherige Canon Kameras erinnert. Die Griffmulde wirkt auf den Bildern relativ groß und soll ähnlich der der EOS 5D Mark IV sein, so dass die Canon EOS R vermutlich gut in der Hand liegen wird. An der Oberseite befindet sich ein Schulterdisplay für die wichtigsten Einstellungen und das 3,1 Zoll Touch-Display ist dreh- und schwenkbar. Der Sucher ist elektronisch und liefert mit 3.690.000 Bildpunkten klare Bilder.
Aber was hat Systemkamera unter der Haube? Der Vollformat-Sensor bietet eine 30,3 Megapixel große Auflösung, was für die meisten eine ideale Größe sein dürfte. Dabei erlaubt die Kamera 14 Bit RAW-Aufnahmen und bietet einen ISO-Bereich von 100 bis 40.000 (erweiterbar auf ISO 50 – 102.400. Dabei soll Sie bis in hohe ISO-Bereich sehr rauscharm sein. In Sachen Schnelligkeit liefert sie bis zu acht Bilder pro Sekunde, was wir etwas schneller erwartet haben, aber für 95% der Fotografen vollkommen ausreicht. Ein Highlight ist das Autofokussystem Dual Pixel CMOS AF. Dieser ist extrem schnell und sorgt für besonders gleichmäßige und präzise Fokusübergänge gerade bei Videos. Neue Dimensionen bietet hierbei die Zahl der Autofokusmessfelder: 5.655 Positionen sind es. Eine so hohe Zahl haben wir bisher nicht gekannt und das wird genaue Auswahl des Schärfepunktes ermöglichen. Canon verspricht auch in dunklen Situationen mit -6 LW eine treffsichere Scharfstellung (Low-Light AF). Außerdem kann die EOS R Dual-Pixel-RAW, mit dem sich die Schärfeebene im Nachgang noch leicht korrigieren lässt. Eine große Hilfe bei der Aufnahme wird das Fokus Peaking sein, mit dem die scharfen Bereiche im Bild angezeigt werden. Videofreunde dürfen sich über eine 4K Auflösung mit 10 Bit und 30p freuen. In FullHD sind 60p möglich und in HD Auflösung 120p. Ansonsten hat die Canon EOS R WLAN und Bluetooth. Gespeichert wird auf eine SDHC/SDXC-Karte. Was leider fehlt ist ein kamerainterner Bildstaibilisator, wo Nikon mit der Z6 und Z7 einen Vorteil hat. Mit 580 g ist die Canon EOS R aber sogar noch leichter und hier wird es einen optionalen Batteriegriff BG-E22 geben.

Die Canon RF-Objektive

Technische Daten hin und her, eine super Kamera ist schön und gut, aber es kommt vor allem auch auf die Objektive an. Und da wird es am Anfang vier verschiedene geben. Das interessanteste ist sicherlich das RF 28-70 mm F2 L USM. Das Standardzoom besticht durch eine durchgehende Lichtstärke von f:2,0. Außerdem gibt es noch ein RF 24-105 mm F4 L IS USM, welches ein sehr gutes Reisezoom mit Bildstabiliator sein wird und zwei lichtstarke Festbrennweiten: RF 50 mm F1.2 L USM und RF 35 mm F 1.8 Macro IS STM. Das zweitere hat auch einen Bildstabilisator und besondere Eigenschaften für die Makrofotografie. Auch hier sehen wir, dass Canon das R System für höchste Ansprüche konzipiert hat, da drei der vier Objektive zur berüchtigten Canon L Serie gehören.

Der Adapter

Bisherige Canon Fotografen dürfen sich freuen, denn es gibt einen sehr flachen und unkomplizierten Adapter für Objektive mit EF und EF-S Anschluss. Dieser wird einfach zwischen Kamera und Objektiv gesetzt und erweitert die Objektivmöglichkeiten auf eine riesige Auswahl. Den Adapter wird es gleich in mehreren Versionen geben: Canon Objektivadapter EF-EOS R, mit Steuerungsring, mit Drop-In Filter Zirkularpolfilter und mit Drop-In Filter Variable Neutraldichtefilter. Passend dazu gibt es drei Filter: Canon Einsteckfilter für Objektivadapter EF-EOS R ZirkularpolfilterKlarer Filter und Variabler Neutraldichtefilter

Fazit

Canon geht den lange überfälligen Schritt und bringt mit der neuen EOS R und den RF Objektiven ein neues Vollformatsystem, welches mehr Möglichkeiten in der Objektivkonstruktion und Bildqualität bietet. Vor allem aber können die Vollformatkameras nun deutlich kompakter gebaut werden. Damit rüstet sich Canon, genauso wie Nikon, für die Zukunft und bietet Sony im Systemkameramarkt Paroli. Der Nutzer hat ab sofort die Wahl zwischen Canon, Nikon und Sony (und Leica). Bei Canon und Nikon konnten wir die Bildqualität noch nicht selbst testen, aber wir gehen davon aus, dass Sie überragend sein wird. Ansonsten hätten die Hersteller in der langen Entwicklungszeit einiges falsch gemacht, was wir uns beim besten Willen nicht vorstellen können. Bei dem Umstieg auf ein spiegelloses Vollformatsystem werden vermutlich die meisten Canon SLR Nutzer bei Canon bleiben und die meisten Nikon Nutzer bei Nikon. Wenn man viele Objektive hat, macht das mit dem jeweiligen Objektivadapter auch Sinn. Neueinsteiger haben nun aber die Wahl: Wer schnelle Serienbilder braucht oder einen kamerainternen Bildstabilisator braucht, ist bei Nikon und Sony besser aufgehoben. Wer mehr Möglichkeiten in der extrem lichtstarken Objektivkonstruktion sucht, sollte auf den großen Bajonettdurchmesser bei Canon und Nikon setzen.

Brent Stirton

Katya Mukhina

Richard Walch

Guia Besana

DK 09|18


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