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Kamera Düsseldorfer Fototage am 25. und 26. Mai

Quer blicken – quer fotografieren – quer denken?

Das Ergebnis des Fotowettbewerbes „Quer“

Die Fotografie liefert unendliche Möglichkeiten und jeder Fotograf, egal ob im Hobby- oder Profibereich, zeigt durch seine Aufnahmen die zahlreichen Facetten dieser Welt. Schon alleine einzelne Begriffe bieten vielfältige Ansatzpunkte und Interpretationsmöglichkeiten. So war jeder aufgerufen auch mal „Quer“ zu denken. Quer kann so vieles sein: Das Format, die Linien, der Horizont, die Pose oder etwas ganz anderes. Über 600 Teilnehmer haben sich dem Thema gestellt und mehr als 1.500 kreative Fotos eingesendet. Die Gewinnerbilder bedienen sich vieler verschiedener Genres und beweisen das breite Spektrum in der Fotografie. Sie werden auch im neuen Schnappschuss Magazin veröffentlicht, welches als Besonderheit dieses Mal im Querformat erscheint.

Fotowettbewerb Quer Platz 1 Anne Bühler1.Platz Anne Bühler

Auf den ersten Platz hat es ein Brot geschafft - ein quer geschnittenes Brot. Eigentlich simpel, aber doch sehr clever. Das Thema wurde perfekt getroffen und interessant umgesetzt. Hier hatte die Jury direkt den Eindruck, dass sich die Person Gedanken gemacht hat. Es ist ein Beweis, wie einfach die Gestaltung und gleichzeitig wie stark der Ausdruck eines Bildes sein kann. Die Fotografin Anne Bühler aus Münster überzeugte mit ihrem eigenartigen und auch lustigen Motiv. Sie bezeichnet sich selbst als leidenschaftliche Hobbyfotografin und schreibt uns hinterher: “Zu Hause beim Brotschneiden kam mir die Idee zum Thema. Einfach mal in die andere Richtung denken und schneiden, der Gegensatz.”  Oft suchen wir unsere Motive und unsere Inspiration an außergewöhnlichen Orten, doch in diesem Fall hat die Fotografin auf die kleinen Bilder des Alltags geachtet. Wir sind von ihrer Aufnahme begeistert!

2.Platz Eugen Sellin

Der zweite Platz ging an Eugen Selling aus Köln. Es ist ein monochromes Foto mit absolut gestalterischer Balance. Er fotografierte in Kanada Kesselwagen, die quer vor Silos stehen und wie Miniaturen wirken. Der Fotograf spielt hier gekonnt mit den Proportionen und Linien. Zur Geschichte dahinter äußert er sich: „Die Aufnahme entstand während meiner ersten Streifzüge durch die Nachbarschaft meiner Studentenunterkunft in North Vancouver, Kanada. Der Standpunkt war eher ungemütlich am Seitenstreifen einer Schnellstraße. Mein Gastvater war total überrascht: 'Seit 10 Jahren komme ich jeden Tag zweimal hier vorbei, aber so habe ich es noch nie gesehen.' [...] Neue Perspektiven zu finden ist oft nicht einfach, aber wenn es gelingt, ist es immer auch eine Bereicherung für das eigene Portfolio.“

Quer durch New York: Auf Platz Drei schaffte es Tino Gärtner mit seinem „fliegenden Radfahrer“, wie er sein Motiv bezeichnet. Das ausdrucksstarke Street-Bild vermittelt einen Eindruck von Freiheit, Leben und Freude. Der Radfahrer scheint tatsächlich verträumt quer durch die Metropole zu fliegen, auch wenn er vielleicht nur seine Achseln lüften wollte. Der Preisträger aus Salzgitter berichtete uns, dass er immer auf der Suche nach interessanten Motiven ist und das Bild 2016 in der Nähe des Times Squares entstand. „Eigentlich wollte ich nur eine interessante Street-Aufnahme von einer anderen Perspektive machen. Als ich dann den ankommenden Radfahrer sah, wie er mich beobachtete, entstand dieser einzigartige Schnappschuss.“

3.Platz Tino Gärtner

4.Platz Martin Sanchez

Wie das Bild zuvor, kommt auch Martin Sanchez aus den USA, genauer gesagt aus New Jersey. Seine atemberaubende Drohnen-Aufnahme hingegen entstand in Island und gewann den vierten Preis. Sie besticht durch die intensive grüne Farbe in mehreren Tönen und die Mystik. Nach der Gewinnbenachrichtigung schreibt er uns, welcher Aufwand damit verbunden war. Am letzten Tag seiner Reise besuchte er den Fjaðrárgljúfur Canyon und alles war vorbereitet, doch leider regnete es in Strömen. Immer wieder musste er zurück zu seinem Truck und die Ausrüstung trocknen. Er wartete und hoffte die ganze Zeit auf besseres Wetter. Insgesamt elf Stunden war der Fotograf vor Ort. Erst als er schon im Begriff war aufzugeben und zu fahren, klarte das Wetter plötzlich auf und die Schlucht begann ihre volle Schönheit zu zeigen. Das Warten hat sich gelohnt!

Beim fünften Platz wusste die Jury überhaupt nicht, wie dieses Bild zu Stande gekommen sein könnte. Genau das ist aber das Interessante an dieser Aufnahme. Es zeigt Schatten und Menschen oder Figuren auf einer fast schon zweidimensionalen Ebene. Das Foto ist sehr grafisch und spielt hervorragend mit den Kontrasten in Schwarz-Weiß. Der Kölner Hans Wichmann klärt uns am Ende auf: „Die Aufnahme zeigt den Blick von oben auf eine Ausstellungshalle im Landschaftspark Duisburg. Ein japanischer Künstler hat mittels Beamern, die unter der Decke hängen, Strichcodes auf den 100m langen Hallenboden projiziert. Die dargestellten Personen sind Besucher der Ausstellung. Der Boden war für jedermann begehbar. Ich stand auf der Galerie.“ Er selbst ist 68 Jahre alt und fotografiert seit seinem 10. Lebensjahr.

5.Platz Hans Wichmann

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die vielen sehr guten Aufnahmen. Leider konnten nur fünf Fotos gewinnen, obwohl es viel mehr verdient hätten. Seien Sie ermutigt auch bei künftigen Fotowettbewerben mitzumachen.


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Schnappschuss: Die neue Ausgabe Quer

Die Gewinner des aktuellen Fotowettbewerbes finden Sie auch in der neuen Ausgabe unseres Magazins "Schnappschuss". Das Thema ist ebenfalls "Quer" und berichtet über viele fantastische Künstler und interessante Projekte.

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